Wölkchen aktuell

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Information/ Richtigstellung

Die Veranstaltung am Dienstag, d. 28.5.2019 um 15:00 Uhr im neuen Haus in Falkenrehde ist nur für geladene Eltern gedacht, die einen Antrag auf Kinderbetreuung gestellt haben und nicht für die Öffentlichkeit.

Den Termin für einen Tag der offenen Tür geben wir gesondert bekannt.

Ich bitte die mißverständliche Information zu entschuldigen.

Ilona Ademi (Träger)

Achtung spielende Kinder! Bitte nicht stören!

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Sehr oft finden Sie, liebe Eltern, in unseren Berichten über den Tag der Kinder Formulierungen wie „dann wurde drinnen/draußen gespielt“ oder „die Kinder beschäftigten sich mit verschiedenen Rollenspielen/Bastelideen“.

Das heißt also, die Kinder gingen in dieser Zeit ihren eigenen Ideen nach, sie wählten ihr Spiel selbst, ohne von uns ein Angebot zu bekommen. Geht hier nun wichtige „Bildungszeit“ verloren, besonders im Vorschuljahr? Nein! Spielen heißt Lernen!

Wir wollen die Kinder als Experten für ihren eigenen Bildungsprozess begreifen. Wann sie für welches Wissen,für welche Erfahrung bereit und aufnahmefähig sind, wissen die Kinder selbst am besten und setzen dies unmittelbar in ihrem Spiel um. Dabei machen sie Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen: sie eignen sich neues Wissen an und wiederholen Bekanntes, sie schulen ihre Motorik auf vielfältige Weise, sie integrieren soziale und emotionale Erfahrungen in ihr Spiel und üben den Umgang miteinander und mit sich selbst in vielen Situationen.

Um „schulfähig“ zu werden, muss ein Kind zunächst einmal „Spielfähigkeit“ besitzen, das heißt vertieft, hingebungsvoll und kreativ spielen können. Dafür benötigt es Ruhe und Wohlbefinden aber vor allem auch die nötige Zeit und den Respekt vor seiner „Spielarbeit“. Da wir uns dessen bewußt sind, räumen wir den Kindern diese Zeit an jedem Tag im Kindergarten ein und sind bemüht, sie in ihrem Spiel und dem damit verbundenen Flow möglichst nicht unnötig zu unterbrechen. Das Spiel ist gewissermaßen der Hauptberuf der Kinder und wir möchten das entsprechend wertschätzen.

Denn Spielen ist keine Spielerei!

Katja Wunderlich

Ich gehe sorgsam mit meiner Umwelt um!

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In den Nachrichten hieß es: “ Die Brandenburger sind Meister der Mülltrennung!“ Das klingt gut und auch wir leisten einen Beitrag dazu. Vor etwas über einem Jahr starteten wir im Kinderhaus Wölkchen ein langfristiges und nachhaltiges Umweltprojekt.

Zu Beginn bedeutete dies, sich in den Kindergartengruppen zusammen zu setzten, um genau herauszufiltern, was für uns wichtig ist und in unserem Focus steht. Die Kinder interessierten sich dabei in erster Linie für die Verwertung und Verarbeitung unseres Restmülls und für den ordnungsgenäßen und respektvollen Umgang mit den uns gegebenen Ressourcen. Das heißt im Einzelnen, dass wir sorgsam mit Materialien wie Papier, Taschentüchern etc. umgehen, wir nur Reste wegwerfen und lernen achtsam zu sein.

„Wenn ich mich vermale, hat mein Blatt auch noch eine Rückseite.“

„Ich kann mehrere Dinge aus einem Blatt Tonpapier ausschneiden.“

“ Beim Abwischen benutze ich den Tischlappen und kein Küchenpapier.“

“ Nachdem ich mich gewaschen habe, schließe ich den Wasserhahn.“

„Wenn ich den Kleber nicht mehr benutze, schließe ich ihn, damit er nicht austrocknet.“…….

Da das größte Interesse bei der Verwertung unseres Restmülls lag, haben wir uns ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Es wurden Gespräche darüber geführt, welche Arten von Abfällen es gibt und wie man sie entsorgt, Bücher betrachtet, Plakate angefertigt. Wir beobachteten die verschiedenen Entsorgungsfahrzeuge, die auch unseren Müll abfahren.

Daraufhin haben wir in den Gruppenräumen mehrere Eimer für den unterschiedlichen Abfall aufgestellt und die Kinder begannen alles entsprechend zuzuordnen und mit viel Freude und in Eigenverantwortung am Nachmittag diese Eimer in ein dafür aufgestelltes Abfallsystem zu entleeren. Von den älteren zu den jüngeren Kindern wurden die hierbei erworbenen Kenntnisse weitergegeben und so fühlen sich alle angespornt, diese eingeführte Tätigkeit zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen und auf viele weitere Bereiche zu erweitern.

September 2015 Ina Ganschow (Erzieherin)

Neues im Kinderhaus Wölkchen

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Seit dem neuen Kita-Jahr September 2014 gibt es neben neuen Kindern – unserer Krippengruppe, den blauen Wolkenschäfchen – nun endlich auch die Verwirklichung des lang gehegten Traumes: Wir arbeiten bilingual!

Wie muß man sich das vorstellen? Im Kindergarten, in den Gruppen orange, rot und gelb/grün, betreuen 2 fest angestellte Mitarbeiter die Kinder. Neben dem deutschsprachigen Erzieher ist eine englisch sprechende Zusatzkraft für die Gruppe verantwortlich. Vom Morgenkreis, den Mahlzeiten, dem Freispiel oder bei Ausflügen- stets begegnen den Kindern beide Sprachen. Dabei kommt es uns nicht darauf an, dass die Kinder auf schulische Art und Weise Vokabeln „eingepauken“ und einen riesengroßen englischen Wortschatz erlangen. Uns liegt daran, den Kindern auf kindliche Art und Weise mit der englischen Sprache vertraut zu machen, sie erkennen lassen, dass alle Worte 2 Bedeutungen haben. Je nach ihrer Veranlagung, ihrem Interesse und ihrem Entwicklungsstand reagieren die Kinder sehr unterschiedlich darauf. Einige nehmen die Worte anscheinend anteilslos auf, andere Kinder dagegen sehr bewußt, sie fragen nach und benutzen sie gelegentlich. Wöchentlich dokumentieren die English-Speaker den Fortschritt in ihren Gruppen.

Auch im Krippenbereich arbeitet eine Mitarbeiterin als English-Speaker. Bei den Kindern, die gerade zu sprechen beginnen, ist der Erfolg noch eindeutiger. Die Kinder reagieren sowohl auf die deutschen, wie auch auf die englischen Worte.

Unser Wölkchen wurde zum Indianerdorf

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Während in unserem Kinderhaus „spielzeugfrei“ gearbeitet wurde, entschieden wir uns zusammen mit den Kindern, ein schönes und ansprechendes Projekt auf die Beine zu stellen. Es sollte auf jeden Fall die meiste Zeit im Freien stattfinden und natürlich Spass machen. Also ergab es sich, dass wir uns 14 Tage lang mit dem Leben, den Gewohnheiten und Sitten der Indianer beschäftigten. So begann also am 22.Juli unsere Indianerzeit im Wölkchen.

Jeden Morgen um 9:30 Uhr trafen sich alle Kinder und Erzieher im Morgenkreis im Garten. Dort bewegten wir uns zu 2 großen Indianertänzen ums selbst gestaltete Lagerfeuer. Beim ersten Tanz  gingen wir auf die Jagd und mußten viel beachten: Wir schlichen, sprangen, späthen und waren auch mal ganz leise, damit uns der Büffel nicht hören konnte. Im zweiten Tanz vertrieben wir die Regenwolken und tanzten so gewaltig, dass die Sonne durch die Wolken brach. Von unseren Tänzen waren alle Schäfchen sehr begeistert und machten mit viel Eifer mit, sodass fast jeden Tag die Sonne schien :).

Im Morgenkreis besprachen wir auch, welche Angebote den Kindern über den Tag verteilt zur Verfügung standen. Wer mitmachen wollte, konnte so einiges basteln und erleben. Ob das Basteln von Trommeln, Traumfängern oder das Herstellen von Indianerschmuck und Indianerbekleidung, es machte allen Kindern und Erziehern viel Spass. Auch das Bauen von Tipis in denen die Indianer wohnten, fand großen Anklang. Großess Interesse fand das Schnitzen der Pfeile, anschminken der Kriegsbemalung und die vielen Indianergeschichten bei den großen Wolkenschäfchen. Gespannt lauschten sie den Geschichten und sahen die Indianer auf einmal mit ganz anderen Augen. Bei schlechtem Wetter herrschte auch im Wölkchen Indianerstimmung. Jede Gruppe gab sich einen Stammesnamen, sowie passende Namen für jedes einzelne Kind. Noch heute sprechen wir über unsere „Indianernamen“ und die Kinder können sich daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nach vielen Ereignissen in unserem Indianerdorf stand dann auch schon der letzte Indianertag an. An diesem Tag kamen viele Kinder als Indianer verkleidet in die Kita. Die größeren Kinder gestalteten ihr Indianeroutfit mit ihren Eltern und die Kleineren bastelten ihres in der Krippe und so waren wir alle perfekte Indianer. Nach unserem Morgenkreis-Ritual und nach viel Spass und Spiel und leeren Magen machten wir uns auf die Büffeljagd. Wir hatten über die Tage immer wieder mal einen beobachten können. Da der Weg dorthin sehr kompliziert war, hatten wir eine Schatzkarte, die uns bei der Jagd half. Die Kinder folgten dem Weg auf der Karte und mußte so einige knifflige aber auch typische Aufgaben eines Indianers erledigen, um den Büffel zu finden und zu erlegen. Mit dem Erlegen des Büffels und dem Verspeisen des in ihm versteckten Popcorns, welches wir uns schmecken ließen, gingen 2 tolle und aufregende Indianerwochen zu Ende.

Unsere spielzeugfreie Zeit im Sommer

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Der Sommer hat begonnen und wir starten am 1.Juli in die Ferienzeit. Wir haben beschlossen, in dieser Zeit auch unser Spielzeug in die Ferien zu schicken. So startete der Montag mit einer großen Ausräumaktion in allen Gruppenräumen. Alle Kinder nahmen mit Freude an dieser Aktion teil und es wurde eifrig das Spielzeug in Kisten verstaut.
In allen Gruppenräumen stellten wir den Kindern Spielgaben wie Scheren, Kleber, Stoffe, Filz, Nadel und Faden,Pappe, Schwämme, Wolle und Ähnliches zur Verfügung. Dennoch, als das Spielzeug dann aber erst einmal weg war, trat in einigen Gruppen eine Orientierungslosigkeit auf. Die Kinder gingen vorerst ziellos durch den Raum und waren verwundert, womit sie sich denn jetzt beschäftigen sollten. „Aber womit sollen wir denn jetzt spielen?“ war die Frage, mit der wir uns auseinander setzen mußten. Wobei die schönste Antwort an die Kinder war:“Ich bringe euch jeden Tag etwas Schönes mit, womit ihr dann spielen könnt.“ Nun waren die Kinder natürlich gespannt, was es denn jeden Tag tolles zum Spielen gibt und freuten sich schon sehr auf die nächsten Tage. Der testliche Montag verlief dann mit dem Auswischen der Schränke und dem Einräumen der Materialien.Selbst unsere Krippenkinder waren erfinderisch und schnell wurden dort Kisten, Teppiche und Decken zum Spielen verwendet. So verging der Montag ganz schnell und wir freuten uns auf die nächsten Tage.
In den darauffolgenden Tagen gab es in jeder Gruppe emsiges Treiben zu beobachten und die Kinder beschäftigten sich mit den verschiedensten Dingen. Für die Krippenkinder steht die Bewegung im Vordergrund, die Kinder laufen, springen, hopsen und klettern über die Podeste, wobei die Spielgaben erst einmal keine große Bedeutung geschenkt bekommen. Hier werden mit Decken Verstecke gebaut, Bücher betrachtet, im Garten wurde getuscht und mit Wasser und Speisestärke experimentiert. Auch verwandelten sich einige Schäfchen in Waldarbeiter und verbrachten einen tollen Vormittag im Wald, wo sie ein Zelt entdeckten und dieses mit Ästen erweiterten, auf Spurensuche gingen und Ausschau nach Tieren hielten. Unsere Kindergartekinder sind in der ersten Woche noch sehr kreativ gewesen. Einige Kinder befüllten Luftballons mit Bohnen und bastelten daraus Knetbälle, es wurden Drachen genäht, aus Wolle wurde Haarschmuck geflochten, es wurde gefilzt und Verkleidungen aus Stoffbahnen hergestellt.
Draußen im Garten beschäftigten sich die Kinder viel mit dem Element Wasser. Es wurde abgemessen, umgeschüttet und mit Sand vermischt. Auch wurde die Werkstatt in Beschlag genommen. Bevor dort allerdings gehämmert, gesägt und gefeilt werden konnte, mußte dies erst einmal aufgeräumt werden und ein Schrank zusammengebaut werden, wobei die Kinder tatkräftig halfen.
Und so verging die erste Woche „spielzeugfrei“. Unser Fazit für diese Woche: Im Allgemeinen finden mehr Pollenspiele statt und die Kinder beteiligen sich mehr an sozialen Interaktionen. Die Gruppen sind ausgeglichener und ruhiger geworden und unsere Spielgaben werden anders als das Spielzeug nun mit mehr Sorgfalt behandelt. Die Kinder spielen nun intensiv und ausdauernd miteinander und sind in ihrem Spielverhalten nicht mehr so „sprunghaft“. Eine tolle Woche für uns Kinder und Erzieher/innen.